Besuch in der Ajoie (Schweizer Jura): Fahy und Porrentruy

11. 11. ! Saint-Martin ! In der Ajoie (Elsgau) ein gemütliches Volksfest mit opulentem Essen mit vielen Menu-Gängen vom geschlachteten Schwein und mit dem traditionellen Markt in Porrentruy (deutsch: Pruntrut). Eine Woche danach: Revira ! Nochmals opulente Mahlzeiten vom Schwein und immer noch Markt in der Stadt.

banccochons

St-Martin: Cochons/Schweine überall !

Ich besuche am 18. Nov. 2017 zuerst mit dem Postauto (car postal) das Dorf Fahy in der Ajoie. Es liegt nahe an der Grenze zu Frankreich, Richtung Montbéliard (F). Fahy hat eine bewegte Geschichte und hat u.a. drei Kriege hautnah erlebt (1871, 1914-1918, 1939-1945).

Nun hat Jacques Daucourt, mit dem Dorf und dessen BewohnerInnen bestens vertraut, ein reich illustriertes Buch zur Geschichte von Fahy verfasst:
“Fahy au fil du temps” éd. Jacques Daucourt, ISBN 978-2-9700721-8-8.

fahylivre

“Fahy au fil du temps 1177-2017″

Sein Onkel Henri Daucourt kommt in drolligen Geschichten als intimer Kenner von Fahy zu Wort und schildert lebendig einzelne Menschen und Quartiere des Dorfes, in dem er aufgewachsen ist. Die Geschichten sind gewürzt mit einigen oft saftigen Sprüchen im Patois (lokaler Dialekt).

Jacques Daucourt hat mit seinen Helferinnen und Helfern im Kirchgemeindesaal von Fahy eine Ausstellung zur Dorfgeschichte mit vielen Fotos, Filmen, alten Gegenständen und Dokumenten zusammengestellt. Davon zeige ich einige Fotos.

Fahy JU (Album auf flickr)
https://www.flickr.com/photos/foscube/albums/72157666585440869

fahyaffiche

Dann noch zum Revira St-Martin in Porrentruy:
revira

Revira St-Martin, Altstadt Porrentruy JU

Ehrengast ist der Kt. Wallis / Martigny. Als besondere Attraktion werden auf der Strasse Tänze aus dem Wallis vorgeführt, zudem begeistert eine Trommlergruppe Timbao mit akrobatisch ausgeführten Trommelschlägen ein grosses Publikum, und die “Pipes and Drums of Jura” zaubern einen Hauch Schottland in die Jurastadt: Dudelsäcke, Männer in Röcken…

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Pipes and Drums of Jura

Revira St-Martin, Porrentruy (Album auf flickr):
https://www.flickr.com/photos/foscube/albums/72157689837336705

Filme auf Youtube:
Pipes and Drums of Jura
Danse Valaisanne
Tambours Timbao

tambourstimbao

Tambours Timbao in Porrentruy JU


Alle Filme auf Playlist Youtube “Porrentruy Revira 2017″:
https://www.youtube.com/playlist?list=PLGkA5arfCPzvqAvh8SyguyNaQG5G8X4ak

Fotos Foscube Berlin 2017

Die Fotos von meinem Berlinaufenthalt im Juli 2017 sind (auf flickr) abrufbar.
Dazu Fotos von Potsdam, von der Lutherstadt Wittenberg (Reformationsjubiläum 2017),
von Erfurt und Eisenach.
Zudem Strassburg im Elsass (mit historischem Museum).
Vom Sommerfest 2017 auf dem Rüdesdheimer Platz auch Filme (auf Youtube).
Alles abrufbar via

http://www.fschuppisser.ch/bln2017/2017fotoalben.html

Potsdam 2017: Brandenburgischer Landtag, Fortuna-Portal, Nikolai-Kirche

Potsdam 2017: Brandenburgischer Landtag, Fortuna-Portal, Nikolai-Kirche

Berlin 2017 Fotoalben bald abrufbar

Die Fotos von meinem Aufenthalt in Berlin werden bald online abrufbar sein. Besondere Leckerbissen:

  • Besuch verschiedener Museen (Gemäldegalerie, Museum Europäischer Kulturen, Alte Nationalgalerie, Syrien in der Antike im Bode-Museum)
  • Schloss Charlottenburg (mit Innenausstattung, Porzellansammlung im Belvedere, Sarkophage im Mausoleum, Rundgang durch den Neuen Pavillon)
  • Schloss Oranienburg (mit Schlossbesuch und historischem Museum)
  • Potsdam, Alter Markt (Nikolaikirche und Rathaus, Brandenburger Landtag im teilweise restaurierten ehem. Stadtschloss, Museum Barberini)
  • Reformationsjubiläum 2017 (500 Jahre Thesenanschlag v. Martin Luther: Wittenberg, Eisenach, Erfurt)
  • Deutsches Historisches Museum (im ehem. Zeughaus Unter Linden: Blick in die Dauerausstellung 1789-1871)
  • Sommerfest am Rüdesheimer Platz, Berlin (Motto: Froh zu sein bedarf es wenig)
  • Ausflug nach Strassburg im Elsass (Grande Braderie, Münsterportale, Musée Historique) mit Zwischenhalt in Offenburg

Bis bald !

Foto unten: Ein Teil der rekonstruierten Lustgarten-Fassade
des ehem. Berliner Stadtschlosses wurde als Muster fertiggestellt, während
überall noch Bauarbeiten im Gang sind

Berlin Stadtschloss Rekonstruktion

Gold gab ich für Eisen 1813

BelleAlliance_

Goldene Eheringe eintauschen gegen eiserne mit der Aufschrift “Gold gab ich für Eisen 1813″ zugunsten der Finanzierung der Freiheitskriege !
Diesem Aufruf von Rudolph Werkmeister sind offenbar sehr viele Eheleute gefolgt, wie Adolf Streckfuss in seiner “Berliner Geschichte” berichtet.
Der Berlin-Besucher stösst auf dem Kreuzberg auf das von Schinkel mit entworfene Denkmal, auf welchem an zwölf siegreiche Schlachten der Freiheitskriege gegen die Franzosen erinnert wird. Die gusseisernen klassizistischen Figuren über den Schlachtinschriften stammen von den besten Bildhauern der Zeit und spielen auf Personen an, welche sich in den Befreiungskriegen 1813-1815 hervorgetan haben. Dazu jeweils das 1813 vom preussischen König gestiftete “Eiserne Kreuz“. Man beachte auch die Flügel der Figuren …
Mein Foto-Album zum Kreuzberger Denkmal hier:
Album Berlin Kreuzberg Denkmal
Weitere Details (Wikipedia):
https://de.wikipedia.org/wiki/Nationaldenkmal_f%C3%BCr_die_Befreiungskriege

Abb. oben:
Berlin Denkmal Kreuzberg: Schlacht von Belle-Alliance
(= Waterloo), Napoleon endgültig besiegt

Gold für Eisen geben

Abb. links:

Der Aufruf von Rudolph Werkmeister 1813:
Goldene Eheringe eintauschen gegen eiserne mit der Aufschrift
“Gold gab ich für Eisen 1813″

= Adolf Streckfuss: 500 Jahre Berliner Geschichte. Vom Fischerdorf zur Weltstadt. Bd. 2. Berlin: A. Goldschmidt 1886, S. 681.

Karikaturen zum Landesstreikprozess 1919 von Lucifer

Karikaturen zum Landesstreikprozess 1919 von Lucifer (=Rolf Roth)

Im März 1919 fand unter der Leitung von Grossrichter Türler in Bern vor Militärgericht der Landesstreikprozess statt. Rolf Roth hat unter dem Pseudonym Lucifer die Angeklagten, die Richter und die Zeugen in Karikatur dargestellt.

Zudem erschien 1919 in der Unionsdruckerei Bern das Stenogramm der Prozessverhandlungen (2 Bde. mit über 1′000 Seiten), herausgegeben vom Oltener Aktionskomitee, welches im Nov. 1918 den Streik organisiert hatte. In dieser Publikation porträtierte die Künstlerin Hanni Bay die Beteiligten mit dem Zeichenstift.

Weitere Details auf der Foscube-Webpage “Karikaturen vom Landesstreikprozess“.

Grabmal der Flavii in Cillium (heute: Kasserine) Tunesien

Mausoleum der Flavii in Cillium, Grabinschrift in Gedichtform

Mausoleum der Flavii in Cillium, Grabinschrift in Gedichtform

Bei der Durchsicht der Diapositive von meiner Tunesienreise von 1982 war ich erstaunt, auf das Foto einer gut lesbaren lateinischen Inschrift auf dem Grabmal der Flavii in Cillium (heute Kasserine/Tunesien) zu stossen. Ich ging der Sache auf die Spur: Es soll sich um die längste erhaltene lateinische Grabinschrift der Antike in Versform handeln. Das Mausoleum wurde um 150 n. Chr. von Titus Flavius Secundus II. für seinen Vater Titus Flavius Secundus I. errichtet. Sämtliche Grabinschriften finden sich im CIL (Corpus Inscriptionum Latinarum). Für die Uebersetzung der (nicht immer leicht verständlichen) Grabinschriften in Gedichtform konnte ich auf französisch- und englischsprachige Vorlagen zurückgreifen. Das Grabmal ist ein sprechendes Zeugnis für die Möglichkeit einheimischer Nordafrikaner, durch Dienst in der römischen Armee zum Bürgerrecht und zu Reichtum zu gelangen.

Vergleiche die Details auf der Website von Foscube zu diesem Grabmal.

Aufgeschnappt: Wilhelm Tell für die NSA

Wilhelm Tell auf Schweizer Fünfliber und Briefmarke

Wilhelm Tell auf Schweizer Fünfliber und Briefmarke

“Wäre Wilhelm Tell keine Sagenfigur und lebte er im 21. Jahrhundert, hätten die habsburgischen Fahnder auf der Jagd nach dem berühmtesten eidgenössischen Terroristen heute womöglich leichtes Spiel: Man identifiziere alle Urner Mobiltelefonnutzer, die sich laut der Geolokation ihres Handys zur Zeit des Gessler-Mords in der Nähe der Hohlen Gasse befanden, gleiche das mit dem Register der Armbrustkäufer ab und filtere daraus jene Personen, deren Kommunikationsverhalten Kontakte zu notorischen Aufrührern im Gebiet der Waldstätte belegt. Schon wäre der Kreis der Verdächtigen auf wenige Individuen geschrumpft – ohne den Tell auch nur einmal abgehört zu haben, geschweige denn sein schwer verständliches Bergler-Idiom entschlüsseln zu müssen.” Andreas Rüesch

(in der Neuen Zürcher Zeitung , Samstag, 20. Juli 2013, Nr. 166, S. 7:  “Vom Bleistift zum Daten-Staubsauger. Wie Amerikas Terroristenjäger eine verfassungsrechtliche Ausnahmeregelung für ihre Arbeit nutzen”)

vgl. Wilhelm Tell, Art. Wikipedia,
vgl. National Security Agency, Art. Wikipedia.

Kronprinzenwerk online (Wikisource)

krakau

Kronprinzenwerk, Bd. Galizien, Wien 1898: Abbildung Stadt Krakau

Das vom tragisch umgekommenen habsburgischen Kronprinzen Rudolf initiierte sog. Kronprinzenwerk (”Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild”, 24 Bde.) gibt einen Ueberblick über die einzelnen Gebiete der Habsburgermonarchie Oesterreich-Ungarn. Jetzt online einsehbar: Vgl. die Links bei Wikisource

Die Bände:

Jodlerfest Tramelan 2013 Festumzug

Jodlerfest 2013 Tramelan

Jodlerfest 2013 Tramelan

Besuch des 48. Bernisch-Kantonalen Jodlerfestes am Sonntag, den 16. Juni 2013 in Tramelan BE im Berner Jura:

Yodel, Cor des Alpes, Lancer du drapeau = Jodeln, Alphornblasen, Fahnenschwingen.

Hier das Festprogramm (als pdf) (Dütsch u Wältsch, alles isch derbi).

Mit meiner Digitalkamera filme ich den Festumzug vom Sonntag 14 h durch die Hauptstrasse von Tramelan. Strahlendes Sommerwetter. Die einzelnen Nummern des Festumzugs im Programm auf Seite 29.

Abends zu Fuss von Tramelan nach Tavannes.

Filme: 31 Einzelszenen des Festumzugs und ein Film vom gesamten Festumzug auf meiner Foscube-Seite auf Youtube.

Fotos: Auf meinem Kick7in-Flickralbum “130616 Jodlerfest Tramelan” einige Fotos vom Festumzug und der Wanderung von Tramelan nach Tavannes (Berner Jura).

Wen es interessiert, hier noch die Klassierungsliste (pdf).

Amarna-Briefe: Der Alte Orient um 1350 (Keilschriftarchiv des “Sonnenpharaos” Echnaton)

EA 161 Aziru von Amurru an den Pharao

Abb. rechts: Tontafel mit Keilschrifttext EA 161: Aziru von Amurru an den Pharao (aus der Amarnabrief-Sammlung)

Ergebnisse eines Versuchs, sich online einen Ueberblick über die in Echnatons Residenz aufgefundenen Tontafeln in Keilschrift zu verschaffen. Die älteren deutschsprachigen Publikationen sind (freilich in unterschiedlicher Qualiät) auf dem Internet Archive abrufbar. Ein Grossteil der Tontafeln befindet sich im Berliner Museum für Vorderasiatische Kunst.

Bei den Publikationen sind folgende Arbeitschritte bei der Bearbeitung des Keilschriftmaterials zu unterscheiden:

1) Umzeichnung der Keilschrifttexte auf den Tontäfelchen (modern: evtl. Fotografie des Originals)

2) Transskription der Keilschriftzeichen (lat. Alphabet)

3) Uebersetzung aus dem Akkadischen in moderne Sprache (deutsch, franz., engl. etc.)

4) Glossar zu den einzelnen Wörtern (in Umschrift)

5) Sachliche Kommentare und Anmerkungen zum Text

6) Weitere Untersuchungen (zur Sprache, Grammatik, Geschichte etc.)

Zur Sprachform der Keilschrifttexte:

Die Texte sind in sog. mittelbabylonischer Sprache verfasst, mit verschiedenen sprachlichen Eigentümlichkeiten, je nach dem Gebiet der Absender.

“Ab dem 15. Jahrhundert v. Chr. spricht man von „Mittelbabylonisch“. Die Trennung ist dadurch bedingt, dass die Kassiten um 1550 v. Chr. Babylon eroberten und über 300 Jahre lang beherrschten. Sie gaben zwar ihre Sprache zugunsten des Akkadischen auf, beeinflussten die Sprache jedoch. In der Blütezeit des Mittelbabylonischen galt es in der gesamten Alten Welt des Orients, einschließlich Ägyptens, als Schriftsprache der Diplomatie. In diese Zeit fällt auch die Übernahme zahlreicher Lehnwörter aus nordwestsemitischen Sprachen und aus dem Hurritischen. Diese waren jedoch nur in den Grenzregionen des akkadischen Sprachgebiets gebräuchlich.” (zit. Akkadische Sprache, Wikipedia)

Literatur:

Winckler 1896 (Umschrift und Uebersetzung, Glossar); Knudtzon 1907 (Bd. 1: Umschrift mit Uebersetzung); Knudtzon 1915 (Bd.2: Anmerkungen, Glossar, Nachträge v. O. Weber u. E. Ebeling); Boehl 1909 (Sprache der Amarna-Briefe); Schroeder 1915 (Berliner Tafeln in Umzeichnung, Heft 11 u. Heft 12); Moran 1992 (moderne engl. Uebersetzung mit Einleitung und Kommentar = ISBN-10: 0801842514 und ISBN-13: 978-0801842511), cf. Moran 1978 (franz. Ausgabe); Rainey 1978 (2. Aufl. Die zusätzlichen Tafeln EA 359-379, fehlen in Knudtzon 1907); Rainey 1996 (4 Bde. , ausführlich zur Sprache der von Schreibern in Kanaan/Phönizien verfassten Briefe mit westsemitischen u. akkadischen Sprachelementen).

Online:

Wikipedia deutsch, Amarnabriefe (vgl. auch franz. und engl. Version Wikipedia)

Amarnabriefe im Vorderasiatischen Museum Berlin (unten lks. “Zugang zu den Daten/Access” drücken und EA-Nr. eingeben), führt zu hochauflösender Photo folgender EA-Briefe:

The letters from El-Amarna whose photographs are published are the following (according to EA numeration): EA 2, 4, 6, 8, 11-13, 18, 20, 21, 24, 29, 33, 38, 42, 44-48, 50, 51, 54, 56-58, 60, 62, 65-68, 70-72, 76-81, 84, 89-93, 95-98, 103, 105-112, 115, 117-122, 126, 127, 129, 130, 133, 138, 140, 143-146, 152, 154-157, 159, 162-171, 173-175, 177-179, 181-183, 185, 186, 189, 192-194, 196, 200-204, 207, 208, 210-212, 214, 217-219, 221-223, 226, 229, 231, 232, 234, 237-239, 241-243, 246, 249, 253-255, 257-259, 263, 265, 266, 268, 271, 273, 275, 276, 279, 281, 283, 285-291, 295, 300, 302, 307-312, 317, 319, 321, 326, 329, 332, 334-339 and 381.

Amarna Tablets (Shlomo Izre’el) (die meisten EA-Tafeln in Umschrift)

Amarnabriefe in engl. Uebersetzung, Auswahl

zudem:

Keilschrift Corpus ORACC

Heilbrunn Timeline of Art History (Timeline und zahlreiche Details zu Aegypten, Mesopotamien, Alter Orient, Levante etc.)