Beiträge gettagt mit foscube

Fotos Foscube Berlin 2017

Die Fotos von meinem Berlinaufenthalt im Juli 2017 sind (auf flickr) abrufbar.
Dazu Fotos von Potsdam, von der Lutherstadt Wittenberg (Reformationsjubiläum 2017),
von Erfurt und Eisenach.
Zudem Strassburg im Elsass (mit historischem Museum).
Vom Sommerfest 2017 auf dem Rüdesdheimer Platz auch Filme (auf Youtube).
Alles abrufbar via

http://www.fschuppisser.ch/bln2017/2017fotoalben.html

Potsdam 2017: Brandenburgischer Landtag, Fortuna-Portal, Nikolai-Kirche

Potsdam 2017: Brandenburgischer Landtag, Fortuna-Portal, Nikolai-Kirche

Berlin 2017 Fotoalben bald abrufbar

Die Fotos von meinem Aufenthalt in Berlin werden bald online abrufbar sein. Besondere Leckerbissen:

  • Besuch verschiedener Museen (Gemäldegalerie, Museum Europäischer Kulturen, Alte Nationalgalerie, Syrien in der Antike im Bode-Museum)
  • Schloss Charlottenburg (mit Innenausstattung, Porzellansammlung im Belvedere, Sarkophage im Mausoleum, Rundgang durch den Neuen Pavillon)
  • Schloss Oranienburg (mit Schlossbesuch und historischem Museum)
  • Potsdam, Alter Markt (Nikolaikirche und Rathaus, Brandenburger Landtag im teilweise restaurierten ehem. Stadtschloss, Museum Barberini)
  • Reformationsjubiläum 2017 (500 Jahre Thesenanschlag v. Martin Luther: Wittenberg, Eisenach, Erfurt)
  • Deutsches Historisches Museum (im ehem. Zeughaus Unter Linden: Blick in die Dauerausstellung 1789-1871)
  • Sommerfest am Rüdesheimer Platz, Berlin (Motto: Froh zu sein bedarf es wenig)
  • Ausflug nach Strassburg im Elsass (Grande Braderie, Münsterportale, Musée Historique) mit Zwischenhalt in Offenburg

Bis bald !

Foto unten: Ein Teil der rekonstruierten Lustgarten-Fassade
des ehem. Berliner Stadtschlosses wurde als Muster fertiggestellt, während
überall noch Bauarbeiten im Gang sind

Berlin Stadtschloss Rekonstruktion

Karikaturen zum Landesstreikprozess 1919 von Lucifer

Karikaturen zum Landesstreikprozess 1919 von Lucifer (=Rolf Roth)

Im März 1919 fand unter der Leitung von Grossrichter Türler in Bern vor Militärgericht der Landesstreikprozess statt. Rolf Roth hat unter dem Pseudonym Lucifer die Angeklagten, die Richter und die Zeugen in Karikatur dargestellt.

Zudem erschien 1919 in der Unionsdruckerei Bern das Stenogramm der Prozessverhandlungen (2 Bde. mit über 1′000 Seiten), herausgegeben vom Oltener Aktionskomitee, welches im Nov. 1918 den Streik organisiert hatte. In dieser Publikation porträtierte die Künstlerin Hanni Bay die Beteiligten mit dem Zeichenstift.

Weitere Details auf der Foscube-Webpage “Karikaturen vom Landesstreikprozess“.

Stadtspaziergang: Auf jüdischen Spuren der Uhrenstadt Biel

Sonntagsausflug der CJA Bern
Die Christliche-Jüdische Arbeitsgemeinschaft (CJA) hatte für Sonntag, den 31. Juli 2011 zu einem Stadtrundgang in der zweisprachigen Uhrenmetropole Biel eingeladen: Als “Reiseführer” für diesen Nachmittagsspaziergang durchs “jüdische Biel”stellte sich
freundlicherweise alt-Stadtpräsident Hans Stöckli zur Verfügung. An verschiedenen Orten der Stadt, gleichsam vor Ort, erläuterte Stöckli, wie die jüdische Gemeinschaft das Gesicht der Stadt Biel mitprägt(e). Dabei konnte er sich, wie er ausführte, abstützen auf das kürzlich erschienene Buch von Annette Brunschwig zur Geschichte der Juden Biels (ISBN 978-3-0340-1072-6).

Foto:
Hans Stöckli, alt-Stadtpräsident (und Kandidat für einen Berner Ständeratssitz 2011),
führt durch “seine” Stadt Biel


Schang Hutter, Roger Federer und Rolex grüssen am Bahnhofsplatz

Vor dem Bieler Bahnhof ist die Plastik “Vertschaupet” von Schang Hutter zu bewundern, und eine Rolex-Uhr mit dem Konterfei Roger Federers (der übrigens in Biel seine ersten Tennisstunden erhalten haben soll) weist hin auf die Bedeutung der Stadt Biel als Weltuhrenmetropole: Die weltweit bekannten Uhrenmarken Rolex und Omega haben hier ihre Produktionsstätten.

Fussgängerzone Nidaugasse: Warenhäuser und Uhren
Vor dem Manor -Warenhaus an Biels Fussgängerzone und Einkaufsmeile wusste Stöckli zu berichten, wie jüdische Unternehmer mit zum Wohlstand der Stadt beigetragen haben: Nicht nur Loeb ist hier zugegen, sondern auch die Warenhauskette Manor, deren Begründer Maus Bieler Wurzeln hat; die Maus-Gruppe ist heute ein international tätiges Unternehmen. Auch Uhrenfabrikanten jüdischer Herkunft waren in Biel tätig.

Foto:
Warenhaus Manor an der Nidaugasse in Biel

Flüchtlinge und J-Stempel
Ein trauriges Kapitel Geschichte war die Judenverfolgung im Zweiten Weltkrieg und der begrenzte Wille der Schweiz, Flüchtlingen jüdischer Herkunft Asyl zu gewähren und sie so vor dem drohenden Tod zu retten. In Biel wandte sich Stadtpräsident Guido Müller tapfer gegen judenfeindliche Strömungen und intervenierte zugunsten der Verfolgten.
Von der Altstadt zur Kaffeepause im Museum Neuhaus
Die Bieler Altstadt ist kleiner als jene von Bern, aber sie hat ihr eigenes Caché. Auch hier gibt es immer wieder zu bauen und auszubessern: Vor der Stadtkirche der Altstadt gab die Neugestaltung des Platzes (Ring) politisch einiges zu reden, und die Meinungen prallten aufeinander. Als Insider hielt Hans Stöckli mit seiner eigenen Meinung nicht zurück. Ein separater Halt galt dem Antiquariat Thierstein in der Altstadt, in dessen Schaufenster Bücher zur Bieler Stadtgeschichte ausgestellt sind.
Dann ging’s vorbei am Rathaus und Theater zum Museum Neuhaus, in dessen Garten man zur gemütlichen Kaffeepause zusammenkam. Hier berichtete Hans Stöckli von seinen Erfahrungen in Biel als zweisprachiger Stadt, wo Deutsch und Französisch gesprochen werden.
Besuch der Bieler Synagoge
Nicht weit vom Museum Neuhaus liegt an der Rüschlistrasse die Bieler Synagoge, das jüdische Gotteshaus. Hier empfing uns Frau Mollet und schilderte die aufwändigen Renovationen der Synagoge, die ursprünglich nicht unterkellert war und aus diesem Grund infolge der Juragewässerkorrektion Schäden erlitt. Heute sind Inneres und Aeusseres des Gotteshauses wieder instandgestellt, und prächtige Lampen geben ein feierliches Licht, in welchem vorne die Krone der Tora aufleuchtet unter der hebräischen Inschrift “Wisse, vor wem du stehst !”.  Von der Empore aus, auf welcher sich noch heute ausschliesslich die Frauen beim Gottesdienst versammeln, hat man einen schönen Blick auf die vom Künstler Robert Nechin (Israel) gestalteten modernen Glasmalereien in Medaillons mit Themen aus der Bibel. Besonders gelungen fand ich den “Brennenden Dornbusch” (2. Mose 3,1-8) und die Darstellung des “Berges Nebo” (5. Mos. 34,1), wo Moses das verheissene Land schaute.

Foto:
Der brennende Dornbusch. Glasmalerei von Robert Nechin.
Biel, Synagoge

Einige Szenen sind hier auf youtube in einem kurzen Film zusammengefasst,
in welchen auch eine kleine Diaschau integriert ist:

Film Youtube:
Besuch in Biel mit alt-Stadtpräsident Hans Stöckli (31.7.2011)

Vgl. auch die Slideshow auf flickr:

http://www.flickr.com/photos/foscube/sets/72157627219634223/


Interview zu Amnesty International mit A. Blum 1971

Andreas Blum

Andreas Blum

Beim Herumstöbern in alten Tonbändern ist ein Dokument zum Vorschein gekommen, das ich hier gerne publik machen möchte: Ein Interview (in Mundart) mit Andreas Blum in Bern über die Arbeit von Amnesty International Schweiz. Auch nach der “Implosion der Sowjetunion” und nach dem Verschwinden der Militärdiktatur in Lateinamerika und des Apartheid-Regimes in Südafrika ist dieses Dokument aktuell geblieben…

Gehe hier zum Interview von 1971