C. A. Loosli und "Die Protokolle der Weisen von Zion",Prozess in Bern 1934-35
FOSCUBE
GESCHICHTE
1. Zu C. A. Loosli
(1877-1959)
CARL ALBERT LOOSLI
Link zu Loosli, dessen Leben und Publikationen etc. ***
Carl Albert Loosli – Wikipedia
Zum Bümplizer Philiosophen und überparteilichen Gutachter am Berner
Prozess 1934 gegen die Frontisten und die "Protokolle"
Carl Albert Loosli: Sein Nachlass im
Schweizerischen Literaturarchiv
Mit zahlreichen Hinweisen und Angaben ***
Sternstunde Philosophie: Der Philosoph von
Bümpliz: Carl Albert Loosli
Videoportal des Schweizer Fernsehens. Diskussion mit Hugo Loetscher
(Schriftsteller) und Jakob Tanner (Historiker)
Loosli - Google Bücher
Loosli, Google Books
Tagung zu C. A. Loosli im Literaturhaus
Zürich
Das Programm der Tagung (mit Referat von Hagemeister) als pdf
2. Die "Protokolle der Weisen von Zion"
Im Internet ist meines Wissens keine deutschsprachige Ausgabe der
"Protokolle der Weisen von Zion" greifbar. Es muss auf die folgende gedruckte
Publikation verwiesen werden:
Jeffrey L. Sammons (Hg), Die Protokolle der Weisen von Zion.
Die
Grundlage des modernen Antisemitismus. Eine Fälschung. Text
und
Kommentar, Göttingen: Wallstein 2. Aufl. 2001 (dieser Titel
bei Amazon) .
Eine englischsprachige
Ausgabe der "Protokolle" aus unverdächtiger Quelle ist
im Internet greifbar.
Am Berner Prozess 1934/35
wurde in den
Gutachten die vom deutschen Antisemiten
Theodor
Fritsch publizierte Ausgabe der "Protokolle"
zugrundegelegt (Titel: "Die zionistischen Protokolle", 13.
Aufl. Leipzig: Hammer-Verlag 1933). Diese Broschüre wurde an der
Kundgebung der Frontisten im Berner Casino vom 13. Juni 1933 verkauft
und vom "Bund Nationalsozialistischer Eidgenossen",
Bundesgeschäftstelle Zürich, in der Schweiz vertrieben. In der
Zeitung "Der Eidgenoss", dem Organ des "Bundes
Nationalsozialistischer Eidgenossen", wurde für diese
Publikation von Fritsch geworben mit der Behauptung "Die
Zionistischen Protokolle sind echt!". Die 14. Aufl. von
Fritschs Buch von 1933 (inhaltlich identisch mit der 13. Aufl.) ist im
Internet greifbar als
fritsch1933.pdf (heruntergeladen
von
"Neuschwabenland";
die Frakturschrift der Originalbroschüre wurde in die heute geläufige
Druckschrift transponiert).
Eine weitere im Internet greifbare antisemitische Ausgabe ist jene von Alfred Rosenberg , der später in
Nürnberg als Kriegsverbrecher hingerichtet worden ist.
Protokolle der Weisen von Zion – Wikipedia
Hauptartikel der Wikipedia zum Thema
The Protocols of the Elders of Zion -
Wikipedia, the free encyclopedia
Hauptartikel Wikipedia (engl.) zu den "Protokollen der Weisen von Zion"
Text Protocols of the Elders of Zion
Der Text der "Protokolle" (24 §§) auf Englisch (Shoah Education Fund)
Protocols of the Elders of Zion | photography
Schauwand zu den "Protokollen" im US Holocaust Memorial Museum
(englisch)
Protokolle der Weisen von ZionShoa
Die Protokolle der Weisen von Zion sind ein fiktives Dokument, das
vorgab, jüdische Machenschaften zur Beherrschung der ganzen Welt
aufzudecken.
Norman Cohn - Wikipedia, the free
encyclopedia
Verfasser des Buches Warrant for Genocide: The
Myth of the Jewish World Conspiracy and the "Protocols of the Elders of
Zion" (1966), a scholarly study on the myth of the Jewish
world domination conspiracy, especially as evidenced in the fabricated
"The Protocols of the Elders of Zion" document
Zionistischer Weltkongress – Wikipedia
Zur Geschichte des Zionismus
Theodor Herzl – Wikipedia
Der österreichische Journalist und Begründer des Zionismus; nach der
antisemitischen Geschichtsversion sollen am 1. Zionistenkongress 1897
in Basel die "Protokolle" in Geheimsitzungen als Programm einer
Weltverschwörung verabschiedet worden sein
Panamakanal – Wikipedia
Die Finanzaffäre anlässlich der Projektierung des Panamakanals, die in
Frankreich politische Auswirkungen hatte, ist als aktuelles Ereignis in
den "Protokollen" erwähnt
Scandale de Panamá - Wikipédia
Der Panamaskandal (französisch)
3. Literarische Vorbilder für das Plagiat
John Retcliffe – Wikipedia
Deutscher Schriftsteller mit englischem Pseudonym, eigentlich Herrmann
Goedsche
Kreuzzeitung – Wikipedia
Hier publizierte Herrmann Goedsche (alias Sir John Retcliffe). Auch
Theodor Fontane schrieb für diese konservative preussische Zeitung.
Goedsche, Herrmann/Roman/Sebastopol -
Zeno.org
Volltext von »Sebastopol«. Herrmann Goedsche (unter dem Pseudonym Sir
John Retcliffe): Sebastopol. 4 Bände, Band 1, Berlin 1856.
Sir
John Retcliffe
Deutscher Schriftsteller, eigentlich Herrmann Goedsche
RetcliffeBiarritzPDF
Deutschsprachige Werke von Retcliffe als digitale Reprints, als pdf
herunterladbar
Maurice Joly – Wikipedia
Verfasser eines französischsprachigen Buches (gegen den französischen
Kaiser Napoleon III.). Aus dessen Buch sind grössere Teile in die
"Protokolle" kopiert worden.
Dialogue aux enfers entre Machiavel et
Montesquieu - Wikisource
Die Publikation von Maurice Joly
Dialogue
aux enfers entre Machiavel et Montesquieu by Maurice Joly - Project
Gutenberg
Download the free ebook: Dialogue aux enfers entre Machiavel et
Montesquieu by Maurice Joly
4. "Protokolle der Weisen von Zion" - eine Fälschung
des zaristischen Geheimdienstes ?
Der deutsche Slavist und
Osteuropaspezialist Michael Hagemeister
(Uni München) ist der Meinung, eine Fälschung der "Protokolle
der Weisen von Zion" im Auftrag des zaristischen russischen
Geheimdienstes (Ochrana) in Paris durch Golowinski lasse sich
historisch nicht belegen. Beweismaterial, welches der russische
Forscher Michail Lepechin im Archiv des Franzosen Henri Bint entdeckt
haben will (so die französische Zeitung "L'Express" vom
16. Nov. 1999, Artikel von Eric Conan), sei bis heute nicht
publiziert und einsehbar: Nach Hagemeister (der mit Finanzierung des
"Schweizerischen Nationalfonds" die Entstehung der
"Protokolle" und auch den Berner Prozess untersucht hat)
handelt es sich beim erwähnten "L'Express"-Artikel um eine
"Zeitungsente", d.h. um die Publikation einer
Falschmeldung. Historisch gesehen müsse die Frage der
Verfasserschaft der "Protokolle" weiterhin offen und
unbeantwortet bleiben. Hagemeister, der auch über Nilus
forschte, welcher die Protokolle 1905 erstmals auf russisch
publizierte, distanziert sich erklärtermassen von jeglicher Form
antisemitischer Hetzpropaganda.
The Protocols Of Zion - A Literary Forgery
Artikel von Philip Graves in der Londoner
"Times" August 16-18, 1921, welche die "Protokolle" als Fälschung
entlarven wollen (englisch)
The
History of a Lie by Herman Bernstein - Project Gutenberg
Download the free ebook: The History of a Lie by Herman Bernstein. Das
erwähnte Buch (engl.) als Download
Herman Bernstein - Wikipedia, the free
encyclopedia
Verfasser eines englischsprachigen Buches zu den "Protokollen als
Fälschung" 1921
Vladimir Burtsev - Wikipedia, the free
encyclopedia
Publizierte 1938 ein Buch in Paris, das die "Protokolle" als Fälschung
entlarven soll
Will Eisner – Wikipedia
Amerikanischer Comics-Autor. Zeichnete die Geschichte der "Protokolle
der Weisen von Zion" als Comic. Deutsche Ausgabe mit Vorwort
von Umberto Eco. Anschaulich wird als Comic dargestellt, wie der
russische Geheimdienst den in Paris ausgeführten Auftrag zur Fälschung
gibt. (vgl. die Abbildungen von Eisners Zeichnungen im englischen Artikel von Hagemeister)
N. Hervoen und Rochus Wolff: Geschichte
einer Fälschung (pdf)
Eine an der Humboldt-Universität verfasste Arbeit zur Verwendung der
"Protokolle" zur Zeit der Weimarer Republik
L’origine des Protocoles des sages de Sion
Article de Eric Conan. Les Protocoles des Sages de Sion sont un faux
antisémite fabriqué par la police du Tsar a la fin du XIXe siècle, à
Paris. (Die angebliche Auffindung von Beweismaterial durch Mikhail
Lépekhine im Archiv Henri Bint von Hagemeister als "Zeitungsente"
bezeichnet; bis jetzt sei kein einziges dieser Beweisdokumente
publiziert). Wertvolle weitere Links auf Französisch.
Ochrana
– Wikipedia
Der russische Geheimdienst (deutsch)
Okhrana
- Wikipedia, the free encyclopedia
Der russische Geheimdienst zur Zarenzeit, der (nach jüdischer
Geschichtsversion) die "Protokolle" fabriziert/gefälscht hat. (engl.)
Paris Okhrana 1885-1905 — Central
Intelligence Agency
Ein Dokument des amerikanischen Geheimdienstes CIA (englisch): Paris
Okhrana 1885-1905, Rita T. Kronenbitter. The numerical strength of the
Okhrana at home and abroad has been subject to much exaggeration. The
Okhrana's own documents show that this picture is largely propaganda.
Pyotr Rachkovsky - Wikipedia, the free
encyclopedia
Organisiert Agenten für den zaristischen Geheimdienst; soll Golovinski
veranlasst haben, in Paris die "Protokolle der Weisen von Zion"
zuhanden des russischen Geheimdienstes als Fälschung zu fabrizieren
Iwan Goremykin
Dieser soll nach einigen Forschern der eigentliche Anstifter zur
Verfassung der "Protokolle" gewesen sein
Matvei Golovinski - Wikipedia, the free
encyclopedia
Der angebliche Fälscher der "Protokolle" in Paris, im Auftrag des
zaristischen Geheimdienstes (cf. Rachovsky), Wikipedia (englisch)
Matwei Golowinski – Wikipedia
Soll im Auftrag des russischen Geheimdienstes, der Ochrana, in Paris
die "Protokolle der Weisen von Zion" gefälscht haben
Matvei Vasilyevich Golovinski - Wikipédia
Der angebliche Fälscher der "Protokolle" in Paris (französisch)
Wjatscheslaw Konstantinowitsch von Plehwe –
Wikipedia
Innenminister zur Zarenzeit, 1904 ermordet, zuständig für den
Geheimdienst
Vyacheslav von Plehve - Wikipedia, the free
encyclopedia
Innenminister zur Zarenzeit; einer der Anstifter des
russisch-japanischen Krieges. 1904 ermordet (Bombenattentat).(englisch)
Viatcheslav Plehve - Wikipédia
Innenminister zur Zarenzeit (französisch)
Sergei Alexandrowitsch Nilus – Wikipedia
Russisch-orthodoxer Schriftsteller zur Zarenzeit. Veröffentlichte die
"Protokolle der Weisen von Zion" 1905 als Anhang eines eigenen Buches
in russischer Sprache. Von den einen als paranoider Schwärmer, von
anderen als frommer orthodoxer Christ bezeichnet.
Sergei Nilus - Wikipedia, the free
encyclopedia
Russisch-orthodoxer Schriftsteller, der die "Protokolle" 1905 auf
russisch publizierte (engl.)
Alfred Dreyfus - Wikipédia
Der französische Offizier und Jude, der zu Unrecht der Spionage
zugunsten Deutschlands verdächtigt wurde, und dessen Prozesse
Frankreich spalteten und auch dem Antisemitismus im nationalen und
katholischen Lager Auftrieb gaben (vgl. auch Emile Zola).
Affaire Dreyfus
L'Affaire Dreyfus, la République, la xénophobie, un siècle après.
Entretien avec Madeleine Rebérioux. - Affaire Dreyfus,
republique-des-lettres.fr
Sergej Nilus und die "Protokolle der Weisen
von Zion"
Der deutsche Slavist und Russlandspezialist Michael Hagemeister zum
russisch-orthodoxen Autor Nilus, welcher die "Protokolle" 1905 (und
später in weiteren Auflagen) publizierte. Hagemeister, heute Professor
in München, erforschte mithilfe des Schweizerischen Nationalfonds die
"Protokolle" und auch die Unterlagen zum Berner Prozess von 1934.
Hagemeister distanziert sich deutlich vom Antisemitismus, kommt aber
(im Gegensatz zu den meisten neueren Forschern) zum Resultat, dass eine
Urheberschaft der "Protokolle" im Auftrag des zaristischen
Geheimdienstes in Paris aufgrund der Quellenlage nicht zu beweisen ist
und die Verfasserfrage der "Protokolle" deshalb offen bleiben müsse.
Die neue Edition der Werke Looslis im Rotpunktverlag teilt in einer
Fussnote diese Meinung mit ausdrücklichem Hinweis auf die Forschungen
Hagemeisters
Éric
Conan, « Les secrets d’une manipulation antisémite »,
dans L'Express du 16 novembre 1999
Angeblich soll vom russischen
Historiker Mikhail Lépekhine neues historisches Beweismaterial
entdeckt worden sein, das die Fabrikation der "Protokolle"
im Auftrag des russischen Geheimdienstes durch Golovinski endgültig
beweise (Dieser Artikel von Hagemeister als "Zeitungsente"
bezeichnet). Die Beweisstücke sollen sich im Privatarchiv des
Franzosen Henri Bint befinden, der in Paris für den russischen
Geheimdienst tätig war
Artikel der "Neuen Zürcher Zeitung" zu den
Archivfunden von Lepechin
Artikel der NZZ vom 17. 12. 1999 über die Entstehung der "Protokolle",
referiert den Artikel im "Express" vom 16. Nov. 1999
Protokolle der Weisen von Zion - Wikipedia
(französisch)
In der französischen Version des Wikipedia-Artikels werden die
angeblichen Funde des russischen Historikers Lepechin/Lépekhine als
Tatsache hingestellt
Mikhail Lépekhine - Wikipédia
Russischer Literaturwissenschaftler in St. Petersburg und Spezialist
für Russland im 19. Jh. Soll angeblich (vgl. Link zu Eric Conan)
neues Quellenmaterial entdeckt haben, das die Urheberschaft der
"Protokolle" durch den russischen Geheimdienst endgültig beweist. Laut
den Aussagen von Michael Hagemeister soll es sich bei diesem im
französischen "Express" erschienen Artikel um eine "Zeitungsente"
handeln. Lepechin verlange einige Tausend Dollar für die Lieferung
dieser Beweisstücke, habe diese aber bis heute nicht publiziert
(Aussage Hagemeisters am Loosli-Kolloquium 2009 im Literaturhaus
Zürich).
Michael Hagemeister - The Protocols of the
Elders of Zion, Between History and Fiction
Englischer Aufsatz als pdf mit Hagemeisters Kritik der These einer
Verfasserschaft der "Protokolle" durch Golowinski in Paris im Auftrag
des russischen zaristischen Geheimdienstes Ohrana. Eisners Comics
blosse Spekulation und nicht historisch zutreffende Facts illustrierend
? Express-Artikel von 1999 mit Hinweis auf neue "Beweise" in russischen
Archiven eine blosse Zeitungsente ?
Michael Hagemeister - Wikipedia, the free
encyclopedia
Zur Person Michael Hagemeisters, der am Loosli-Kolloquium in Zürich als
einziger über die "Protokolle", Looslis Gutachterrolle und den Berner
Prozess referierte. Hagemeister stellt die Fabrikation der "Protokolle"
im Auftrag der Ochrana in Frage (Ergebnis einer mit Unterstützung des
Schweizerischen Nationalfonds verfassten Studie). - Publikationsliste
des Slavisten und Osteuropaspezialisten, z.Z. Professor in München.
Vgl. Publikationen - Dr. Michael Hagemeister
5. Der Berner Prozess 1934-35 und die Revision des Urteils 1937
(Berner Obergericht)
vgl. auch die von FOSCUBE digitalisierten Dokumente zum Berner Prozess 1934-35/1937.
1934/35 fand in Bern (Schweiz) ein Prozess statt, den die dortigen
jüdischen Gemeinden (Schweizerischer Israelitischer Gemeindebund und
Israelitische Kultusgemeinde Bern) als Kläger gegen den Angeklagten
Theodor Fischer, Leiter der Bundesgeschäftsstelle Zürich des "Bundes
Nationalsozialistischer Eidgenossen" sowie vier weitere Beklagte
angestrengt hatten. Die Kläger wollten, dass die „Protokolle“ verboten
würden und beriefen sich dabei auf den Paragraphen über
„Schundliteratur“. Während des Prozesses wurde festgestellt, dass es
sich bei dem Dokument um eine Fälschung handle und auch um
"Schundliteratur" nach dem damaligen kantonalbernischen Recht. Zwei
beklagte Frontisten wurden verurteilt. Im Revisionsverfahren 1937 wurde
das Urteil jedoch wieder aufgehoben, da es sich trotz der bewiesenen
Fälschung nicht um „Schundliteratur“ im rechtlichen Sinn handele, weil
die „Protokolle“ nicht „unzüchtig“ seien. vgl. das Revisionsurteil des Berner Obergerichts
mit Begründung (1937).
Als Gutachter der beklagten Frontisten trat der deutsche Antisemit Ulrich Fleischhauer aus Erfurt
auf, als Gutachter der Kläger der nichtjüdische Jurist Arthur Baumgarten. Als vom
Gerichtspräsidenten bestimmter überparteilicher Experte
wirkte der (von der Beklagtenseite angefochtene) Berner Publizist C. A. Loosli, der bereits 1927
("Die schlimmen Juden") gegen judenfeindliche Tendenzen angekämpft
hatte. Teile von Looslis Gutachten sind in der neuen Loosli-Werkausgabe
im Rotpunkt-Verlag publiziert.
Berne Trial - Wikipedia, the free
encyclopedia
Artikel Wikipedia (engl.) zum Berner Prozess von 1934/35, der vom Schweizerischen Israelitischen Gemeindebund
(SIG) sowie der Israelitischen Kultusgemeinde Bern angestrengt wurde
und in erster Instanz nach kantonalbernischem Recht die "Protokolle"
als moralisch verwerfliche "Schundliteratur" (und als Fälschung)
beurteilte. Das Urteil wurde 1937 vom Berner Obergericht als
Appellationsinstanz revidiert.
Berner Zionistenprozess
Artikel zum Berner Prozess um die "Protokolle der Weisen von Zion" 1933-1935/1937 in der Wikipedia (dt.)
Ulrich Fleischhauer - Wikipedia, the free
encyclopedia
Der antisemitische Gutachter aus Erfurt (von den Beklagten beigezogen),
Offizier a.D. und Mitglied der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP). Er
referierte am Berner Prozess ganze vier Tage lang !
Das Baumgarten-Gutachten
Das Gutachten des von der Klägerschaft ernannten Experten Arthur
Baumgarten, damals Prof. in Basel, zum Berner Prozess
Das Fleischhauer-Gutachten
Ulrich Fleischhauer: Antisemitisches Gerichts-Gutachten zum Berner
Prozess - Die echten Protokolle der Weisen von Zion. Das
Gutachten des von den Beklagten bezeichneten Experten und Antisemiten
am Berner Prozess 1934/35 als pdf
Das Loosli-Gutachten
Das Gutachten des vom Gerichtspräsidenten Meyer ernannten Oberexperten
C. A. Loosli, Schriftsteller in Bern/Bümpliz, zum Berner Prozess
Ahad Ha'am - Wikipedia, the free encyclopedia
Der Gutachter Fleischhauer sah in ihm den Verfasser der "Protokolle"
(englisch)
Achad Ha'am – Wikipedia
Der Gutachter Fleischhauer sah in ihm den Verfasser der "Protokolle"
(deutsch)
Nationale Front (Schweiz) – Wikipedia
Zur "Nationalen Front". Die am Berner Prozess 1934 Beklagten
symapthisierten mit dem deutschen Nationalsozialismus (Bund
Nationalsozialistischer Eidgenossen, sowie Nationale Front), verteilten
die "Protokolle" an ihren Kundgebungen, bezeichneten diese als echt
(d.h. als von Juden verfasst in der Absicht, die Weltherrschaft zu
errichten) und vertrieben sie in der Schweiz (Inserate im
nationalsozialistischen Blatt "Der Eidgenoss"). Zudem wurden in der
Zeitschrift "Der Eidgenoss" ehrverletzende judenfeindliche Artikel (im
Stil des "Stürmers" von Julius Streicher) publiziert.
National Front (Switzerland) - Wikipedia,
the free encyclopedia
Die "Nationale Front" war eine Schweizer Partei, welche
nationalsozialistisches Gedankengut in der Schweiz verbreiten wollte
(englisch)
Georges Brunschvig – Wikipedia
Der jüdische Anwalt der Kläger am Berner Prozess 1934 (deutsch)
Georges Brunschvig - Wikipedia, the free
encyclopedia
Der jüdische Anwalt der Kläger am Berner Prozess 1934 (engl.).
Arthur Baumgarten – Wikipedia
Gutachter der Kläger am Berner Prozess 1934 (deutscher Jurist, in Basel
tätig, dann bis zum Lebensende in der DDR)
C.
Arber: Frontismus und Nationalsozialismus in der Stadt Bern (pdf )
Aufsatz einer Historikerin zum Thema
Robert Tobler (Politiker) – Wikipedia
Der Zürcher Anwalt Robert Tobler, einer der Führer der Schweizer
Frontisten
Rolf Henne – Wikipedia
Rolf Henne, Parteiführer der "Nationalen Front" (Schweizer Anhänger des
Nationalsozialismus)
New Times | Socitey | THE FRAUD OF THE
CENTURY, OR A BOOK BORN IN HELL
Lesenswerter Artikel zu den "Protokollen" und zum Berner Prozess 1934.
Hadassa Ben-Itto – Wikipedia
Israelische Juristin und Autorin. Verfasste 1991 ein Buch über die
"Protokolle" mit einem ausführlichen Abschnitt über der Berner Prozess
1934
Hadassa Ben-Itto - Wikipedia, the free
encyclopedia
Englischer Artikel über die israelische Autorin
ETH Zürich - Archiv für Zeitgeschichte
In diesem Archiv sind die Akten des "Schweizerischen Israelitischen
Gemeindebundes" archiviert, welcher den Berner Prozess gegen die
Frontisten und die Verbreitung der "Protokolle" anstrebte. In erster
Instanz werden die Protokolle gemäss Bernischem Recht als
Schundliteratur bezeichnet; 1937 wird dieses Urteil vom Berner
Obergericht aus formaljuristischen Gründen aufgehoben, wobei die
Urteilsbegründung jedoch klar erkennen lässt, dass es die
Verbreitung der antisemitischen "Protokolle" in der Schweiz moralisch
nicht billigen kann.
Die Quelle allen Übels? ( NZZ Online)
Neuerer Artikel der Neuen Zürcher Zeitung vom 23. Dez. 2005 zum Berner
Prozess und zu den "Protokollen"
Artikel der Berner Tageszeitung "Der Bund"
zu den "Protokollen"
Artikel im Berner Bund vom 13. Mai 2005. Odette Brunschvig-Wyler, die
Witwe des am Berner Prozess tätigen jüdischen Anwalts, erinnert sich
6. Antisemitismus und judenfeindliche Literatur
Henry Ford - Wikipedia, the free encyclopedia
Der amerikanische Automobilkönig; er förderte die Publikation
judenfeindlicher Schriften in den USA (Ausführlicher behandelt in C. A.
Looslis gegen den Antisemitismus gerichteten Publikation "Die schlimmen
Juden" 1927).
The International Jew - Wikipedia, the free
encyclopedia
In Dearborn gedruckte Zeitung judenfeindlichen Inhalts (verarbeitet
auch die "Protokolle"), finanziert durch Henry Ford
Theodor Fritsch - Wikipedia, the free
encyclopedia
Verfasser judenfeindlicher Schriften (englisch)
Protocols of Zion (film) - Wikipedia, the
free encyclopedia
The Protocols of Zion is a 2005 documentary film by Marc Levin about a
resurgence of antisemitism in the United States in the wake of the
September 11, 2001 attacks.
Neuschwabenland-Archiv
Neuschwabenland-Archiv: Material aus der NS-Zeit, Scan von Büchern
Rosenbergs, von Julius Streichers
Hetzblatt "Der Stürmer" etc. Nationalsozialistische
Literatur, u.a. auch die Expertise des antisemitischen Offiziers a.D.
Fleischhauer zum Prozess 1934 in Bern, im Auftrag der beklagten
Frontisten
Édouard Drumont – Wikipedia
Hauptvertreter des Antisemitismus in Frankreich
La Libre Parole - Wikipédia
Antisemitische französische Zeitung
Pierre-André Taguieff - Wikipédia
Zu judenfeindlichen Tendenzen der "Neuen Rechten" im heutigen
Frankreich
Alfred Rosenberg – Wikipedia
Im Nürnberger Prozess hingerichteter Nationalsozialist.
Verfasste eine Publikation über die "Protokolle" mit eingestreuten
antisemitischen "Aktualitäten", welche die deutschen Juden
diskriminieren sollten
Alfred Rosenberg: Protokolle der Weisen von
Zion und die jüdische Weltpolitik, München 1924
Die Ausgabe dieses Buches von Rosenberg (der später als
Kriegsverbrecher hingerichtet wurde) als Beispiel einer
aktualisierenden antisemitischen Verwendung der "Protokolle"
Antijudaismus im Mittelalter – Wikipedia
Zur Geschichte der Judenfeindschaft im Mittelalter
Antisemitismus in Europa
Schweizer Geschichts-Website
Ausgrenzung und Verfolgung der jüdischen
Bevölkerung in Deutschland (1933-1939)
Wichtige Dokumentation (LoME) des Deutschen Historischen
Museums
7. Russische Geschichte, Juden in Russland, Pogrome
Russisches Reich – Wikipedia
Zur Geschichte Russlands
Geschichte der Juden in Russland – Wikipedia
Zur Geschichte der Juden in Russland
FOSCUBE Digitaler Lesesaal zur russischen
Geschichte
Links zu digital publizierter Literatur zur
russischen Geschichte
Kategorie:Jüdische Geschichte (Russland) –
Wikipedia
Zur Geschichte der Juden in Russland
Beyond the Pale: The History of Jews in
Russia
An in-depth, illustrated history of Jews in Russia
Nikolaus II. (Russland) – Wikipedia
Der letzte russische Zar. Für die russisch-orthodoxe Kirche gilt
Nikolaus II. wegen seines Märtyrertods als Heiliger.
Grigori Jefimowitsch Rasputin – Wikipedia
Der wundertätige Mönch, der am Zarenhof wirkte
Alix von Hessen-Darmstadt – Wikipedia
Die Gattin Nikolaus II. und die letzte russische Zarin
Auszug aus dem "Gotha" 1914
Der Genealogische Hofkalender.
Justus Perthes:Gotha 1914 enthält zahlreiche Angaben zum Russland von
1913 (Zarenfamilie, Duma, Personen, Militär, Statistik etc.)
Alexandra Fyodorovna of Hesse – Wikimedia
Commons
Bilder vom letzten Zar und seiner Familie
Chişinău – Wikipedia
Stadt Kischinew, Ort antisemitischer Ausschreitungen zur Zarenzeit
(Pogrome) (Heute zu Moldawien gehörig)
Pogrom
– Wikipedia
Pogrom = gewalttätige Verfolgung von Minderheiten anderer Religion oder
Rasse
Black Hundreds
Wikipedia-Artikel über antisemitische russische Gruppe Schwarze Hundert, in
deren Zeitung "Znamya" 1903 durch Pavel Krushevan erstmals Teile der
"Protokolle" (in Fortsetzungen) publiziert wurden.
Die Gruppe war an der Propagierung und Durchführung
von judenfeindlichen Pogromen im zaristischen Russland beteiligt,
Krushevan wirkte auch in Kischinew,
dem Ort eines schlimmen Pogroms (heute Moldavien).
Scholem Alejchem
Wikipedia-Artikel über den jiddischen Schriftsteller. In einer seiner Satiren kommt auch
das antisemitische Blatt "Znayma/Die Standarte" des oben erwähnten
Kruschewan vor...
Russisch-Japanischer Krieg – Wikipedia
Die Niederlage der russischen Armee zur Zarenzeit, als die "Protokolle"
erstmals publiziert wurden
Russo–Japanese War - Wikipedia, the free
encyclopedia
Russisch-japanischer Krieg
Russische Revolution 1905 – Wikipedia
Wichtiges Ereignis, etwa gleichzeitig mit der ersten Publikation der
"Protokolle"
1905 Russian Revolution - Wikipedia, the
free encyclopedia
Russische Revolution von 1905 (englisch)
October Manifesto - Wikipedia, the free
encyclopedia
Oktobermanifest der russischen Opposition von 1905
Russian Revolution (1917)
Russische Revolution im Kriegsjahr 1917
Russian Civil War - Wikipedia, the free
encyclopedia
Der russische Bürgerkrieg (engl.)
Symon Wassyljowytsch Petljura – Wikipedia
Armeeführer zur Bürgerkriegszeit, für verschiedene Pogrome
verantwortlich
Symon Petliura - Wikipedia, the free
encyclopedia
Kämpft für unabhängige Ukraine; unter seiner Herrschaft werden die
Pogrome gegen Juden fortgesetzt
-
Fassung Foscube vom 21. April. 2010
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