Berlin 2024 Meine Fotoalben

Aufenthalt vom 20. Aug. bis 11. Sept. 2024 in Berlin. 
Ausführlicher Kommentar zu meinen insgesamt 26 Fotoalben (mit diversen Links) auf meiner Webpage:

https://www.fschuppisser.ch/bln2024/IndxBln2024.html

In Potsdam Besuch der Kirche und des Friedhofs von Bornstedt, beschrieben von Theodor Fontane. Zudem Besuch im Schloss Königs Wusterhausen, wo der Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. seine Tabakkollegien abhielt und alljährlich zur Jagd Station machte. Ebenfalls eine kurze Beschreibung dieses Schlosses von Theodor Fontane.
In der evangelischen St. Nikolaikirche in Spandau gibt es vieles zu sehen: Altar, Kanzel, Taufbecken: Alles beschrieben in aufliegenden Merkblättern.
Ein Gemälde zeigt Kurfürst Joachim II. beim Empfang des Laienkelchs – der Auftakt zur Einführung der Reformation in der Mark Brandenburg. In der Kirche bestieg Fontane im Winter den Turm und schildert die Aussicht.
Am Ende des 2. Weltkriegs wurde der Turm bombardiert und brannte aus; was wir heute sehen, ist eine sorgfältige Rekonstruktion.
Ein Ausflug mit der Bahn führte zu den Seelower Höhen nahe der Oder. Hier fand am Ende des 2. Weltkriegs die blutigste Schlacht auf deutschem Boden statt, woran ein sowjetischer Soldatenfriedhof mit Denkmal erinnert.
Ganz zum Schluss gibt es noch zwei Fotoalben von einem Tagesausflug nach Sigmaringen (mit Schlossbesuch) in Baden-Württemberg zu sehen.
Damit verfiel die letzte Tagesfahrt meiner Interrailkarte.

Im Ephraim-Palais in Berlin ist die Ausstellung „BerlinZEIT“ zur Geschichte der Stadt zu sehen. Immer noch geschlossen ist das Märkische Museum.

Ein Blick in das Tabakkollegium in Schloss Königs-Wusterhausen zur Zeit des Soldatenkönigs Friedrich Wilhelm I. (Vater von Friedrich II. d. Gr.).

Der sowjetische Soldatenfriedhof auf den Seelower Höhen nahe der Oder.
In einem Museum wird der Hergang dieser blutigen Schlacht am Ende des
Zweiten Weltkriegs erläutert und illustriert.

Nicht unumstritten war die Rekonstruktion des Turmes der Potsdamer Garnisonskirche. Neben einem Kirchenraum führt ein Aufzug hoch auf eine Aussichtsterrasse des Turms mit dem Rundblick auf Potsdam. Die Ausstellung „Glaube, Macht und Militär“ verfolgt diese Dreiheit in der preussischen Geschichte von den Anfängen bis in die Gegenwart.

as of May 27, 2025

 

 

Späth-Arboretum Berlin

2010 besuchte ich in Berlin mit Bus 170 (vom S-Bhf. Steglitz aus) das Späth-Arboretum  (= Baumschule) an der Baumschulenstrasse in Berlin-Baumschulenweg: Eine grüne Oase in der Stadt.

Abb.: Im Späth-Arboretum Berlin-Baumschulenweg

Vgl. mein Album auf Flickr zum Arboretum.

Nun bin ich in der Sammlung der „Digitalen Landesbibliothek Berlin“
auf das Späth-Buch* gestossen, eine Firmengeschichte des Arboretums von 1720-1930.
*Zum Abspeichern des Späth-Buchs (als pdf) rts. nach „Zitieren und Nachnutzen“ gehen und unter „Monografie“ auf „pdf“ klicken.

© Digitale Landesbibliothek Berlin
Abb.: Späth-Buch 1930 Titelseite

Das mit zahlreichen schwarz-weiss Abbildungen ausgestattete Buch ist ein kleines Kompendium des Gartenbaus und noch heute lesenswert. Es würdigt auch die Pioniere des Gartenbaus und die Firmeninhaber:

Franz Ludwig Späth (1839-1913) und dessen Sohn Hellmut Späth (1885-1945).

© Digitale Landesbibliothek Berlin
Abb.: Franz Ludwig Späth (1839-1913)

Hellmut Späth trat bereits 1933 in die NSDAP ein, was ihm geschäftlichen Nutzen brachte. Später hat er sich vom Nationalsozialismus distanziert, nicht zuletzt weil Dagmar, seine Tochter aus erster Ehe mit einer Jüdin, in den Augen des Regimes als Halbjüdin galt und die Schule verlassen musste.

© Digitale Landesbibliothek Berlin
Abb.: Hellmut Späth (1885-1945)

In den Kriegsjahren wurde er von der Gestapo überwacht und schliesslich auf Betreiben der Partei verhaftet und aus der NSDAP ausgeschlossen. 1945 verstarb er, vermutlich ermordet, im KZ Sachsenhausen.

Die Sowjetische Militärverwaltung anerkannte ihn nicht als Nazi-Opfer und der Betrieb wurde enteignet. Nach der Wende verweigerte die Treuhand die Rückübertragung des Betriebs an die Erben. Dies wurde offenbar vor Gericht angefochten.

Sowohl am Baumschulenweg in Berlin als auch in der Schule Pforta
wurde für Hellmut Späth ein Stolperstein gesetzt als Hinweis auf den gewaltsamen Tod im KZ.

© Digitale Landesbibliothek Berlin
Abb.: Ketzin, ehem. Baumschule Späth

Wie aus dem Späth-Buch hervorgeht, betrieb die Firma 1930 neben dem Arboretum am Baumschulenweg zusätzlich eine grössere Bepflanzung (v.a. Obstbäume, sog. Obstmuttergarten) in Ketzin.

Meine Fotoalben Potsdam, Berlin, Baden-Baden, Rastatt 2020

Schloss RastattAbb.: Schloss Rastatt, erbaut vom „Türkenlouis“

Nach meinen Sommerferien im August 2020 (trotz Covid) wird es Zeit, meine Fotoalben auf flickr zugänglich zu machen.

https://www.fschuppisser.ch/bln2020/alben2020bln.html

Neben den im Titel genannten Hauptstationen führten Ausflüge von Berlin aus nach Petzow und Caputh sowie nach Bad Saarow am Scharmützelsee. Ein Höhepunkt war der Besuch von Park und Schloss Wörlitz bei Dessau.

Von Baden-Baden aus ging’s zum Schloss Rastatt (mit Freiheitsgedenkstätte und Wehrgeschichtlichem Museum) und zum Lustschloss Favorite, auch nach Bühl und Bühlertal (mit Rebweg).

4 Fotoalben auf flickr (Potsdam, Berlin, Baden-Baden, Rastatt) lassen die Reise nachvollziehen. Weblinks auf den 4 Albenseiten führen zu weiteren Auskünften.